August 13, 2016
Wir fragten Salzberger, welche Folgen die zunehmende Verbreitung von Elektro-Autos und autonom fahrenden Autos für das Verkehrsgeschehen, für das Nutzungsverhalten der Autofahrer und für die Struktur der Automobil-Industrie haben könnten.PC-WELT: Bedeutet autonomes Fahren zwangsläufig weniger Unfälle und weniger Tote?Salzberger: Ab einer bestimmten Serienreife führt das autonome Fahren durchaus zu weniger Unfällen. Autonome Fahrzeuge, wie sie beispielsweise BMW auf den Autobahnen rund um München erprobt, nutzen unterschiedlichste Sensoren, Scanner und Kameras, die im Millisekundenbereich reagieren. Beispiel BMW 5er: 4 Laserscanner, 1 Weitwinkelkamera, 3 Radarsensoren, 4 Ultraschallsensoren, 4 Laserscanner und ein GPS-Sensor tasten ohne Ermüdung und Unterbrechung die Umgebung ab. Zusätzlich reagiert die Technik früher bei vorherfahrenden Fahrzeugen, so dass kein unnötiger Ziehharmonika-Effekt Vollbremsungen nach sich zieht. Im Stadtverkehr sind damit ebenfalls sehr hohe Reaktionen möglich.
Es wird nach Einführung dieser Technik, womit zirka ab dem Jahr 2020 zu rechnen ist, sicherlich einige Zeit dauern, bis die Fahrer 100 Prozent Vertrauen in die neuen Technologien haben. Beispielsweise hat Audi in Fahrertrainings gemessen, dass die Mehrheit der Autofahrer maximal 70 Prozent der möglichen Bremskraft einer Vollbremsung nutzt, aus Angst, das Fahrzeug würde sich überschlagen oder man würde das Bremspedal beschädigen. Dieses mangelnde Vertrauen in die Technik verschenkt im Ernstfall wertvollen Bremsweg. Und dieses Vertrauensdefizit müssen auch die autonomen Fahrzeuge überwinden.
PC-WELT: Wie kommen autonome Autos und „klassische" (von einem Menschen gesteuerte) Autos im Verkehr miteinander aus?
Für die E-Autos spricht allerdings in jedem deren fehlender Schadstoffaustoß. Das ist gerade angesichts der aktuellen Stickoxid- und Diesel-Diskussion sowie der Feinstaubbelastung in Städten wichtig. PC-WELT: Strom, der von AKWs und Kohlekraftwerken kommt, ist nicht nachhaltig. Kann Deutschland mittelfristig überhaupt genügend sauberen Strom für viele neue E-Autos produzieren? Schafft das neue Abhängigkeiten von ausländischen Stromlieferanten? Salzberger: Der Energiemix im 2015 sah folgendermaßen aus: Kernenergie 15,8%, Kohle 43%, erneuerbare Energien 26,2%, Gas&Sonstige 15%. Kern- und Kohleenergie wird bereits runtergefahren, erneuerbare Energieträger werden hochgefahren. Hier muss die Bundesregierung noch nachlegen, um 100% regenerativ zu werden und die ansteigende Elektromobilität abzudecken. Dies wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen - es ist noch nicht absehbar, wie schnell wir vollständig regenerativ werden.
PC-WELT: Wird die Taxi-Branche überflüssig, wenn man sich künftig ein autonom fahrendes Auto per Smartphone kommen lässt? Als wir zuletzt mit dem Taxi während der IAA in Frankfurt unterwegs waren, äußerte unser Taxifahrer diese Befürchtung. Salzberger: Wenn die Taxi-Branche auf autonom-fahrende Fuhrparks wechselt und weniger Fahrer einstellt, wir diese Branche eher zunehmen (gemeint ist hier der Umsatz. Die Anzahl der Fahrer wird natürlich sinken, Anm. der Redaktion). Interessanter wird die Frage, ob die Taxi-Branche aufgrund vermehrter Vernetzung und Angeboten wie Uber Schaden nimmt. PC-WELT: Können sich Privatpersonen den Autokauf noch leisten: Moderne Autos sind wegen der vielen Sensoren und Elektronik für Privatpersonen kaum noch bezahlbar zu unterhalten. Werden also Autos künftig nicht mehr gekauft, sondern nur noch geleast oder via Carsharing nur noch kurzzeitig gebucht?
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Salzberger: Zukünftig werden sich wohl immer weniger Menschen ein Auto kaufen. Bis heute aber geben die Verkaufszahlen der Marken den Herstellern Recht - jedes Jahr neue Rekordzahlen. Trotzdem werden Fahrzeuge teurer, dafür auch sicherer, komfortabler und leisten mehr als ihre Vorgänger (weniger Verbrauch, weniger Werkstattkosten, mehr Kommunikation und Sicherheit). Leasing, besonders Privatleasing ist teuer, Carsharing wäre eine Alternative. Hier ist jedoch eine permanente Verfügbarkeit nicht gegeben. Viele Menschen wollen Fahrzeuge aber immer noch besitzen. Hinzu kommt das Modell des Dienstwagens: Lag die Dienstwagenquote 1990 noch bei 38% gegenüber 62% Privatfahrzeuge, liegt die Quote heute bei 63% zu 37%. Daran halten sich Firmen, solange es rentabel ist.
Der private Besitz von Autos wird also etwas zurückgehen, besonders in Ballungsgebieten. In Schwellenländern hingegen wird der Fahrzeugbesitz eher weiter zunehmen. Anmerkung der Redaktion: Ob die Werkstattkosten tatsächlich sinken werden, bleibt abzuwarten. Richtig ist, dass Elektro-Autos einige Komponenten fehlen, die während der Nutzungsdauer eines Fahrzeuges ausfallen und mitunter teuer ersetzt werden müssen. Auspuffanlagen, Turbolader, Zylinderköpfe und Zylinderkopfdichtungen, Öl- und Wasserpumpen oder Lichtmaschinen. Allerdings dürften dafür Sensoren, Steuergeräte und sonstige Elektronikteile ihr Leben aushauchen, die ebenfalls teuer repariert werden müssen.
Bei den Inspektionskosten könnte man zunächst vermuten, dass diese bei einem E-Auto niedriger ausfallen als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Schon allein wegen des bei E-Autos fehlenden Ölwechsels, für den die Vertragswerkstätten sonst Literpreise berechnen, die den Eindruck erwecken, dass die Motoren nicht mit Öl, sondern mit flüssigem Gold geschmiert werden. Doch wie das Beispiel BMW i3 zeigt, hält BMW die Preise für den i3 trotz des dort fehlenden Ölwechsels künstlich hoch, offensichtlich um den Unterhalt seiner Vertragswerkstätten zu sichern. Laut Verena Stewens, Sprecherin BMW i, befindet sich der BMW i3 bei den Reparatur- und Versicherungskosten auf dem Niveau eines BMW 118d. Die Wartungskosten sollen rund 20 Prozent niedriger als beim BMW 118d sein. Für den i3 Rex liegen die Wartungskosten in etwa auf dem Niveau des 118d. Ab Donnerstag verkauft Aldi mit dem Medion Akoya E6418 ein gut ausgestattetes 15-Zoll-Notebook für 600 Euro. c't hat für die kommende Ausgabe 24/15 das sehr ähnliche Schwestermodell E6415 getestet.
Core-i5-Prozessor, SSD plus Festplatte, 11ac-WLAN und ein mattes Full-HD-Display: Dasneue Aldi-Notebook vereint viele wünschenswerten Eigenschaften zum Preis von gerade mal 600 Euro. Üblicherweise kosten derart ausgestattete Notebooks mindestens einen Hunderter mehr. Das 15-Zoll-Notebook Medion Akoya E6418 mit vorinstalliertem Windows 10 Home soll ab dem morgigen Donnerstag bei Aldi Nord und Aldi Süd erhältlich sein. c't hat für die Ausgabe 24/15 das Schwestermodell Akoya E6415 mit Core i7 für 800 Euro getestet. Weil E6415 und E6418 auf demselben Barebone basieren, lassen sich viele der gewonnenen Eindrücke übertragen. So macht die Nutzung nicht nur wegen des flotten Prozessors und der schnellen SSD Spaß: Der IPS-Bildschirm überzeugt mit stabilen Farben unabhängig vom Blickwinkel. Die maximale Helligkeit von rund 200 cd/m2 gibt es aber nur bei senkrechter Draufsicht. Die stabile Tastatur überzeugt mit präzisem Druckpunkt und gutem Layout. Das Touchpad unterstützt Gesten mit maximal zwei Fingern.
Bei geringer Rechenlast und auf 100 cd/m2 abgedunkeltem Bildschirm hielt der Akku des E6415 knapp acht Stunden durch. In dieser Größenordnung sollte auch das Aldi-Modell E6418 liegen. Performance-Messungen und der Lüfterlärm lassen sich hingegen nicht übertragen: Der Core i5 des E6418 hat eine stärkere integrierte Grafikeinheit und darf bis zu 28 Watt verbraten, während der Core i7 in unserem E6415 mit lediglich 15 Watt Abwärme (TDP, Thermal Design Power) spezifiziert ist. Das E6418 könnte also lauter werden als die maximal 0,9 Sone des E6415. Sowohl der Core i5 im Aldi-Gerät als auch der Core i7 in unserem Testgerät entstammen der fünften Core-i-Generation (Broadwell). Die Doppelkern-Prozessoren der seit der IFA angekündigten sechste Generation (Skylake) sind bislang noch nicht erhältlich.
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Das zweifarbige Gehäuse imitiert das Aussehen von gebürstetem Metall, besteht aber aus Kunststoff. Bei unserem Testgerät waren manche seitlichen Übergänge zwischen Gehäuseteilen scharfkantig – das könnte auch das E6418 betreffen. Das WLAN-Modul beider Geräte unterstützt IEEE 802.11ac und funkt demnach sowohl mit 2,4 GHz als auch mit 5 GHz, aber jeweils mit nur einem Datenstrom. Somit sind bestenfalls Bruttodatenraten von 433 MBit/s (11ac) beziehungsweise 150 MBit/s (11n) möglich. Die Messlatte liegt hoch: In den nächsten zwei, drei Jahren soll Windows 10 auf mehr als einer Milliarde Geräte laufen. Das hofft zumindest Microsoft-Manager Terry Myerson, der die magische Marke gleich mehrfach in die Welt hinausposaunte. In den ersten Wochen nach Start Ende Juli standen auch alle Zeichen auf Erfolg: Das neue Betriebssystem legte einen Traumstart hin. Nach nur wenigen Wochen hatte Windows 10 einen weltweiten Marktanteil von fünf Prozent. Damit verbreitete es sich noch schneller als Windows 7, bis heute der Darling der meisten PC-Nutzer.
Doch nachdem alle Windows-Enthusiasten, Bastler und PC-Veteranen das neue Windows installiert hatten, geriet das Wachstum ins Stocken. Nach zweieinhalb Monaten lief das Betriebssystem nur auf 110 Millionen Rechnern. Offenbar konnte Microsoft die breite Masse der Nutzer nicht zum Umstieg bewegen, trotz Gratis-Aktualisierung, trotz ständig nervender Update-Popups.
Genützt hat es wenig: Jetzt, nach einem knappen halben Jahr, gibt es 200 Millionen aktive Systeme mit Windows 10. Darin sind bereits die meisten Xbox One enthalten, da diese ebenfalls mit dem neuen Betriebssystem laufen, wie das Portal Winbeta berichtet. Das Update ist für Online-Gamer verpflichtend.
Posted by: retrouve3 at
05:14 AM
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