November 11, 2016

Laptop akkus für ASUS N53JF-SX068V

Der Autor von Büchern über die Unterwasser-Fotografie Herbert Frei hat die kompakte Olympus XZ-1 im Unterwassereinsatz erprobt.
In seinem Anwenderbericht vermittelt er Tipps zum optimalen Einsatz. Ergänzend gibt es einen kleinen Einblick ins Olympus UW-Sortiment.Die an der photokina 2010 vorangekündigte und anfangs Jahr vorgestellte Olympus XZ-1 ist eine Kompaktkamera für anspruchsvolle Anwender. Sie verfügt über einen grossen Fotosensor, hat ein fest eingebautes Zoom, nimmt Fotos auch im RAW-Format auf und kann im kleinen HD-Format filmen.Interessant ist zudem, dass sie sich mit diversen Zubehörteilen des PEN-Systems kombinieren lässt. Dadurch kann sie für vielfältige Aufgaben gerüstet werden, bleibt dabei aber stets eine kleine Taschenkamera zum Immer-dabei-haben.

In das optionale Unterwassergehäuse PT-050 gepackt, kann mit der XZ-1 bis 40m abgetaucht oder auch einfach nur unter der Oberfläche geschnorchelt werden. (Die Zahl 050 steht übrigens für das 50. Gehäuse von Olympus, womit die Firma zu den Pionieren der digitalen Unterwasser-Fotografie gehört.) Die XZ-1 von Olympus ist eine Edel-Kompakte mit einem lichtstarken Zoom. Deshalb arbeitet der Autofokus auch bei mässigen Sicht- und Lichtverhältnissen (wie z.B. unter Wasser) recht zuverlässig. Über die Bildqualität muss man nicht viel sagen. Sie kann durchaus mit einer Einsteiger-SLR mithalten. Der Autofokus bringt überdies eine Tracking-Funktion mit – beste Voraussetzungen für tolle Bildergebnisse unter Wasser.Um mit der XZ-1 abtauchen zu können und erfolgreiche Bilder nach oben zu bringen, sind einige grundsätzliche Dinge zu beachten.

Das Unterwassergehäuse PT-050 kann nur für die XZ-1 genutzt werden. Geöffnet wird es wie eine analoge SLR. Nur legt man nach dem Öffnen keinen Film ein, sondern die XZ-1. Einfach den Kamerablitz ausfahren, weil seine Aktivierung im Gehäuse nicht möglich ist, und die Kamera in das Unterwassergehäuse gleiten lassen. Eine separate Aussparung mit Fenster nimmt den ausgefahrenen Blitz auf. Die Kamera muss weder angeschraubt noch positioniert werden.Positiv: Olympus hat im PT-050 einen elastischen schwarzen Kunststoff-Tubus für das Zoomobjektiv verbaut. Damit werden Reflexionen unterbunden und Geisterbilder verhindert, wie sie unter Wasser bei diffizilen Lichtverhältnissen durchaus vorkommen können. Die dunkle Farbe im Innern des Unterwassergehäuses unterbindet vagabundierendes Streulicht beim Lichteinfall. Der schwarze Monitorlichtschutz erleichtert die Begutachtung im Live View. Nur der Rückdeckel ist transparent und gibt den Blick auf die Bedienelemente frei.

Wichtig: Abgedichtet wird das PT-050 mit einem roten Silikon-O-Ring. Er ist die Achillesferse des Unterwassergehäuses, wenn er nicht richtig behandelt wird.
Nach jedem Einsatz im Wasser muss er akkurat gereinigt und mit dem beigelegten Fett aus der Tube eingerieben werden. Kein anderes Fett verwenden, sonst kann die Dichtung mit der Zeit länger werden und irgendwann beim Schließen des Rückdeckels aus der Nut quellen! Die Folge wäre ein Wassereinbruch. Sollte der O-Ring stark verschmutzt sein, muss er mit lauwarmem Wasser und Seife bzw. Shampoo gereinigt werden.
Nach dem Einfetten darf der O-Ring nicht auf dem Tisch abgelegt werden, da sonst Schmutzpartikel am Fett haften bleiben können und der Ring so undicht würde.
Der eigentliche Gehäuseverschluss funktioniert wie ein Exzenter. Die Nase des Rückdeckels muss in die Nut des Rades eingeführt und gedreht werden. Der Rückdeckel zieht sich dann von alleine in die Dichtposition.

Tipp: Sollte tatsächlich einmal etwas Salzwasser eingedrungen sein, kann das PT-050 mit Süsswasser ausgespült werden. Es passiert nichts, weil keine elektronischen Bauteile installiert sind. Nach einem solchen Vorfall muss das Frontglas innen sorgfältig abgetrocknet und gesäubert werden. Belassen Sie die Schutzkappe im Zubehörschuh. Sie schützt die Kontakte, falls mal ein Wassertopfen beim Öffnen des Rückdeckels herunter tropfen sollte. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Sie das Unterwassergehäuse, die Hände und die Haare immer trocknen, bevor der Rückdeckel geöffnet wird.

Nicht alles, was an Land machbar ist und Spass macht, kann auch unter Wasser umgesetzt werden. Bei den Belichtungseinstellungen sollte die Blendenautomatik (S) nur bei Aufnahmen ohne Blitzlicht verwendet werden. Mit der Programmautomatik (P) enthebt einen die Kamera zwar von fast allen Einstellungen, aber man kann auch nicht eingreifen, wenn beispielsweise eine schnellere Verschlusszeit oder eine kleinere Blende angebracht wären. Wenn schon Programmautomatik, dann sollten Einsteiger im Unterwasserprogramm für Nahaufnahmen fotografieren. Es ist bei den Szene-Programmen SCN zu finden und mit dem rötlichen Anemonenfisch gekennzeichnet. Bei Unterwasser-Landschaftsaufnahmen kann man das Szeneprogramm mit dem Barrakudaschwarm vorwählen.

Relativ sorglos und doch sehr hochwertig fotografiert man mit der Zeitautomatik (A). Hier pendelt die Synchronzeit zwischen 1/30 s und 1/2000 s je nach Umgebungslicht. Man muss sich also nur noch um die Blende kümmern, die sich zwischen 1,8 und 8 manuell vorwählen lässt. Dieses Belichtungsprogramm kann unter Wasser uneingeschränkt empfohlen werden. Erfahrene Unterwasser-Fotografen bevorzugen indes immer die manuelle Einstellung von Zeit und Blende. Auch, wenn das nicht immer so schnell geht, wie erforderlich. Grund sind Mischlichtaufnahmen, also blitzen mit blauem oder grünem Wasser im Hintergrund. Dazu muss man oft die Verschlusszeit auf Werte öffnen, die von der Zeitautomatik mit zugeschaltetem Blitz nicht immer angewählt wird. Beispielsweise 1/20 s mit Blende 8. Deshalb sollte der Bildstabilisator immer aktiviert sein.

Die Empfindlichkeitseinstellung kann mit der XZ-1 unter Wasser ISO 200 betragen. Bei diesem Wert ist noch kein Rauschen erkennbar und es bleiben Reserven beim Blitzen, denn der kleine Kamerablitz ist nur auf den Nahbereich ausgelegt. Bis etwa 50 cm Motivdistanz. Aber Vorsicht: Wenn Sie zu nah heran gehen, kommt es zu Schlagschatten. Zu empfehlen ist eine Mindestobjektentfernung von 10 bis 15 cm ab Gehäusefrontglas.Die ISO-Automatik ist weniger zu empfehlen, weil sie bei geringem Umgebungslicht (Überhänge, Höhlen, Grotten) im Nahbereich die Empfindlichkeit nach oben ziehen kann. Aber auch, weil man nach oben hin keine Begrenzung festlegen kann. Um die Farben zu intensivieren, sollte man den Bildmodus auf „vivid" einstellen. Eine interessante Variante ist der zuschaltbare Popfilter. Zwar kann man auch ihn nur mit einer Programmautomatik verwenden, aber dieses Programm steht für farbliche Überraschungen ungeahnten Ausmasses, zumal hier sowohl der interne Kamerablitz als auch ein externes Amphibienblitzgerät zündet. Man sollte diese Belichtungsvariante einmal ausprobieren.

Unter Wasser gelten eigene Regeln. So ist es aus Gründen der Brillanz und Auflösung erforderlich, dass grundsätzlich die höchste Pixelzahl und die geringste Kompression eingestellt werden. Unter Wasser sollte fotografiert und nicht gespielt werden. Auch am grossen Monitor der XZ-1 lassen sich Bilder mit der Tauchmaske nur bedingt auf Schärfe kontrollieren. Die Belichtung kann man hingegen sehr gut beurteilen. Sie sollten deshalb unter Wasser niemals Bilder löschen, die nicht eindeutig als Ausschuss erkennbar sind. Es macht wenig Sinn, beim Tauchen oder Schnorcheln Bilder-Shows ablaufen zu lassen. Dazu ist die Zeit unter Wasser zu kostbar. Legen Sie eine hochkapazitive SD-Karte ein, dann können Sie nach Herzenslust fotografieren ohne knausern zu müssen, eventuell so lange, bis der Akku leer ist.

Posted by: retrouve3 at 07:16 AM | No Comments | Add Comment
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