November 07, 2016
Auf der Suche nach einer geeigneten Reisekamera habe ich im Schaufenster von meinem Fotofachgeschäft zwei interessante Kameras entdeckt, die fast gleich aussehen. Die Leica V-Lux 2 und die Panasonic Lumix DMC-FZ100. Meine Neugier ist geweckt. Wo liegen die Gemeinsamkeiten? Gibt es technische Unterschiede? Der Name Leica bürgt seit Beginn der Fotografie für höchste Qualität. Den Namen Lumix dagegen, kennt man erst seit der Einführung der digitalen Fotografie. Tatsächlich besteht die Zusammenarbeit der beiden Firmen Leica und Panasonic schon einige Jahre. Beim fotografieren mit den beiden Kameras hat sich mein erster Eindruck bestätigt. Bei der Entwicklung der Produkte wurde auf höchste Qualität Wert gelegt. Wie ich im Gespräch mit der Firma Leica erfahren habe, liegt die Entwicklung der optischen Komponenten, also der Objektive bei Leica und die Fertigung der Produkte bei Panasonic. Offensichtlich eine erfolgreiche Kombination. Die beiden Kameras liegen gut in der Hand und vermitteln beim Fotografieren ein sicheres Gefühl.
Beim Vergleichen und Beurteilen der Fotos konnte ich keine Unterschiede feststellen. Beide Kameras liefern die selben hervorragenden Aufnahmen. Unterschiedlich ist dagegen das Design, der Lieferumfang und der Preis der Zwillinge. Die Leica V-Lux 2 kostet im Fachhandel CHF 1’200.–, die Lumix DMC-FZ100 CHF 600.–. Deutliche Unterschiede findet man im Lieferumfang. Während Panasonic eine CD mit dem RAW-Konverter Silkypix und dem FotoFunStudio dazu legt, kann der Käufer der Leica die Vollversionen der beiden Programme Adobe Photoshop Elements und Premiere Elements von der Leica homepage herunterladen. Die Kombination dieser beiden Programme macht Sinn. Neben dem Fotografieren machen die Apparate auch als Videokamera eine gute Figur.
Für mein Empfinden ist die Leica V-Lux 2 etwas schöner und aufgeräumter gestaltet und besitzt natürlich das berühmte rote Leica Signet an der Front. Wer bereits aktuelle Bild- und Video-Bearbeitungsprogramme besitzt und mit etwas weniger Prestige leben kann, der entscheidet sich für die Lumix.Hier noch einige Kritikpunkte die auch als Anregung für die Entwicklungsabteilung gelten können: Für den elektronischen Sucher wünsche ich mir eine höhere und damit präzisere Auflösung. Das Fach für die Speicherkarte und den Akku ist an der Unterseite der Kameras finden. Ich musste die Kameras jedes mal vom Stativ schrauben um die SD-Karte zu entnehmen. Das war unpraktisch. Ich bevorzuge ein separates, seitliches Fach für die Speicherkarte. Neben dem normalen Kameramenü gibt es noch das «Quick-Menu». Dieses müsste, um wirklich hilfreich zu sein, völlig neu konzipiert und gestaltet werden. Und dann ist da noch der beachtliche Preisunterschied zwischen den beiden Kameras, den ich auch nach intensivem Gebrauch der Zwillinge nicht vollständig nachvollziehen kann. Die Firma Leica ist seit einiger Zeit Mitglied des Comité Colbert. Einer Vereinigung von Luxusmarken zu denen auch Chanell und Lacoste gehören. Luxus hat eben seinen Preis – und der Stolz und die Freude des Besitzers, ein nobleres Ptrodukt zu haben.
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Die beiden Fotoapparate gehören zu der Kategorie der Bridge-Kameras. Diese sollen eine Brücke zwischen den Kompakt- und den Spiegelreflexkameras bilden. Diese Kategorie, von mir auch gerne als Universalkamera bezeichnet, punkten nicht nur mit guter Bildqualität, nein, sie lassen sich auch problemlos als Camcorder für Videoaufnahmen einsetzen. Filme werden im Full-HDFormat aufgezeichnet und mit dem als Zubehör erhältlichen Stereo Mikrophon können sie locker einen Camcorder ersetzen. Das 24 Fach Zoom, das schwenkbare Display und die kompakten Abmessungen machen die beiden Kameras zu idealen Reisebegleitern. Zwar sehen die Geräte aus wie kleine Spiegelreflexkameras, aber wo genau liegt nun der Unterschied?Der entscheidende Unterschied liegt wohl bei in der Grösse des Aufnahmesensors. Damit ist nicht die Anzahl Pixel gemeint, sondern die Abmessung des Aufnahme-Chips. Die beiden Kameras besitzen einen 1/2.3" inch Sensor mit 14 Millionen Pixel. Die Bilddiagonale beträgt etwa 8mm. Der winzige Sensor hat den Vorteil, dass alle Kamerakomponenten, aber vor allem das Zoomobjektiv sehr platzsparend gebaut werden können. Die meisten Spiegelreflexkameras allerdings besitzen einen APS-C Sensor mit einer Bilddiagonale von 27mm.
Es wäre so schön gewesen. Aber natürlich hat der winzige 1/2.3" inch Sensor, wie er in den meisten Kompaktkameras Verwendung findet, auch seine Nachteile. Nehmen wir einen kleinen 1/2.3" und einen grossen APS-C Sensor, beide mit 14 Millionen Pixel, so ist klar, dass die einzelnen Bildpixel im winzigen 1/2.3" Sensor auch deutlich kleiner sein müssen. Bei guten Lichtverhältnissen spielt das keine Rolle. Sobald man aber bei geringem Licht auf höhere ISO Werte angewiesen ist, haben die Mini-Pixel Schwierigkeiten, die Lichtinformationen korrekt zu lesen. Dies führt zu erhöhtem Bildrauschen. Nun kann die Bildverarbeitungssoftware in der Kamera das Bildrauschen für die JPG Aufnahmen weg rechnen, oder aber auch stehen lassen. Panasonic hat sich entschieden das Rauschen grösstenteils zu entfernen.Auf meinem Bild mit den Vergleichsaufnahmen, kann man den beschriebenen Unterschied deutlich sehen. Bei ISO 100 liefern beide Systeme eine hervorragende Bildqualität. Bei ISO 1600 dagegen wirken die Aufnahmen mit dem kleinen 1/2.3" inch Sensor leicht verwaschen und neblig.
Für die Fotos mit dem 1/2.3" inch Sensor verwendete ich die Lumix DMC-FZ100. Die Bilder mit dem APS-C Sensor entstanden mit der Canon EOS 550D. Um den Abbildungsunterschied deutlich zu machen, musste ich eine extreme Vergrösserung wählen. In der Praxis, also im täglichen Einsatz, zeigen sich auch die Aufnahmen dem kleinen Sensor und den hohen ISO Einstellungen als absolut brauchbar. Den hohen Qualitätsanspruch der beiden Kameras zeigt sich auch daran, dass man dem Fotografen die Möglichkeit gibt, seine Bilder nicht nur im üblichen JPG Format sondern auch im RAW Format zu speichern. Wer also die absolute Kontrolle über seine Aufnahmen haben möchte und genügend Zeit für die Bildbearbeitung am Computer mit bringt, der wählt im Kameramenü die Einstellung «Speichern im RAW Format». Dass sich dieser Aufwand lohnt, kann man auf meinem Vergleichsbild eindrücklich sehen. Bei der JPG Aufnahme hat die Rauschunterdrückung wieder ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen. Dagegen zeigt das sorgfältig entwickelte RAW Bild deutlich mehr Details. Für Landschaftsaufnahmen ein echter Gewinn.
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Wer den zeitlichen Aufwand nicht scheut und ein passendes Bildbearbeitungsprogramm besitzt, wird mit beeindruckenden Bildern belohnt. Tatsächlich ist es sehr wichtig, einen kompatiblen RAW Konverter einzusetzen. Meine Experimente mit den RAW Dateien haben teilweise zu merkwürdigen Ergebnissen geführt. Die besten Resultate erzielte ich mit Programmen von Adobe.Mit der Lumix DMC-FZ48 bringt Panasonic eine Bridge-Kamera mit 12 Megapixel Highspeed-CCD-Sensor und einem lichtstarken 24fachen Superzoom. Gegenüber ihrem Vorgängermodell bietet die FZ48 einen schnellerem AF, schnellere Bildserien, Full-HD-Video und einen neuen Aktiv-Modus zur Video-Bildstabilisierung.Lange war Panasonic vor allem für Kameras mit Superzooms bekannt. Mit der Lumix DMC-FZ48 bringen die Japaner nun ein neues Modell dieses Kameratyps und zwar erneut mit einem 24x-Superzoom. Die neue Panasonic Lumix DMC-FZ48 löst die letztjährige Lumix FZ45 ab. Auch die neue FZ48 ist mit dem vielseitigen, lichtstarken Leica DC Vario-Elmarit 24x-Superzoom 2,8-5,2/25-600mm (KB) ausgestattet, dessen Bildqualität jetzt durch eine Nano-Oberflächenvergütung nochmals verbessert wird.
Der neue Highspeed-CCD-Sensor mit 12,1 Megapixel arbeitet nun mit dem Venus Engine Full-HD-Bildprozessor zusammen. Seine weiter entwickelte Bildsignalverarbeitung sorgt für noch bessere Bildqualität, während die beschleunigte Prozessorgeschwindigkeit der FZ48 mit 3,7 fps doppelt so schnelle Bildserien wie mit der FZ45 erlaubt und auchFull-HD-Videoaufnahmen ermöglicht.Für ruhigere, unverwackelte Videobilder auch mit bewegter Kamera, etwa im Gehen, sorgt in der FZ48 zusätzlich zum bewährten OIS-Bildstabilisator der neue Aktiv-Modus bei Aufnahmen speziell im Weitwinkel-Bereich.Die dritte Dimension ins Bild bringt der 3D-Foto-Modus der FZ48. Die 3D-Fotos im MPO-Format kommen auf 3D-HDTV-Fernsehern oder anderen MPO-kompatiblen Geräten realistisch zur Geltung.
Posted by: retrouve3 at
04:45 AM
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