November 02, 2016

Laptop akkus für Asus UL80Vt

Nun mag zwar nicht jeder Sport- und Action-Motive fotografieren wollen, doch bietet ein hohes Tempo auch sonst einen grossen Nutzen. So sind damit Multi-Shot-Aufnahmen ohne Stativ bzw. von nicht-statischen Motiven möglich. Ein Beispiel für Multi-Shots sind HDR-Belichtungen, um einen hohen Motivkontrast (Dynamikumfang) zu bewältigen. Auch lässt sich das Bildrauschen bei Aufnahmen mit hohen ISO-Werten durch Überlagerung mehrerer Bilder eliminieren.Apropos hohe ISO-Werte: Standardmässig bietet die A77 ISO-Werte von 50 bis 16’000. Bis ISO 6400 hält sich das Rauschen in Grenzen, darüber wird es auffällig.Wer bei wenig Licht Rauschen vermeiden will, fotografiert mit geringen ISO-Werten entweder ab Stativ oder nutzt zusätzliche Lichtquellen. Der eingebaute Blitz vermag auch ein 16mm auszuleuchten und ragt ausgeklappt hoch hinaus. Allerdings zu wenig, um zu verhindern, dass die montierte Streulichtblende des neuen 16-50mm-Objektivs als Schatten in einem Weitwinkelbild zu sehen ist. Das neue Objektiv bietet übrigens eine durchgehende Lichtstärke von 1:2,8, ist als DT-Modell jedoch nur für Sensoren in APS-C-Grösse konzipiert. Noch ein Bemerkung zum Thema Stativ. Bei der A55 kam der ausklappbare LCD mit dem Stativkopf in Konflikt, bei der A77 ist die Konstruktion des ausklappbaren LCDs besser gelöst. Mehr dazu unten. Statt mit einem Stativ zu arbeiten, kann man auch die Bildstabilisierung nutzen, die ja – wie von Minolta erfunden – bei den SLRs, SLTs und CSCs über einen beweglichen Sensor erfolgt. Vorteile: funktioniert mit jedem Objektiv, Objektive sind schlanker, leichter und günstiger zu konstruieren.

Die A77 in den Händen
Das ordentlich grosse Gehäuse fühlt sich extrem wertig und robust an. In kräftigen Männerhänden liegt die A77V ausgezeichnet, könnte aber für manche Leute vielleicht etwas zu voluminös und schwer sein. Die Kamera fühlt sich ähnlich wie eine Canon EOS 7D an, erinnert in ihrer Bedienung mit zwei Einstellrädern (für den Zeigefinger und für den Daumen) und drehbarem Ein-Ausschalter um den Auslöser auch an Nikon D-SLRs.Oben und vor allem auf der rechten Rückseite hat es reichlich Bedienelemente – so wie es an einer Systemkamera sinnvoll erscheint. Menülastige Bedienungskonzepte sind nett, aber besonders in hektischen Situationen eher umständlich und nervtötend. Diesbezüglich stellt die A77 ganz zufrieden.

Die A77 Kamera besitzt im Gegensatz zu den einfacheren SLT-Modellen auch ein informatives, monochromes Status-LCD auf der Oberseite– wie man es schon von analogen SLRs gewohnt ist. Die Bedienelemente sind alle gut erreichbar und sinnvoll angeordnet, verlangen aber eine gewisse Eingewöhnung. Nur die Videoaufnahmetaste ist etwas gar sehr nahe beim Sucherokkular. Beim Einstellen der Dioptrien und auch sonst habe ich ihn einige Male versehentlich gedrückt und eine Videoaufnahme gestartet. Doch werden die Dioptrien ja nicht allzu häufig verstellt und der Rest ist sicher eine Frage der Gewöhnung.Rückansicht der A77: Der LCD lässt sich auch mit der Bildschrimseite zur Kamera eingeklappen und ist so vor Schmutz und Beschädigung geschützt.Für Hochformataufnahmen gibt es optional einen Vertical Grip, der die meisten Bedienelemente der rechten Kamerarückseite aufweist. Der Griff erscheint mir jedoch etwas zu gross bzw. zu hoch. Gerade bei Hochformataufnahmen verlegt er den Kameraschwerpunkt weit nach links. Ist dann viel Glas montiert, könnte man mit dem verschobenen Schwerpunkt und seiner Hebelwirkung ohne Stativ etwas Mühe bekommen. Ich verzichte letztlich darauf ihn auf die Stadtbesichtung mitzunehmen.

Das Kameramenü ist entsprechend üppig geraten. Es ist in verschiedene Bereiche mit einem Register, meist aberrmehreren Registern unterteilt. Zur Navigation kann ein kleiner Joystick verwendet werden, mit dem ich leicht über die anvisierte Menüeinstellung heraus schiesse. Die Kamera bietet ein hohes Mass an Anpassbarkeit. So lassen sich etwa automatische Bildkorrekturen für Objektivmängel aktivieren (Randabschattung, Farbfehler, Verzeichnung). Etwas irritierend ist, dass viele der deutschsprachigen Menüeinträge abgekürzt sind, obwohl in der Breite reichlich Platz vorhanden wäre.

Interessant ist aber auch der elektronische Sucher mit seinem hoch auflösenden OLED-Monitor. Er ist wirklich toll, doch lassen sich OLED und hoher Auflösung längst nicht alle Probleme von E-Suchern vermeiden. So ist der Kontrast des Sucherbildes höher als in den Fotos. Das Sucherbild ist zwar hell, doch kann es nicht in allen Situationen mit einem optischen Sucher konkurrieren. Wenn sich z.B. das Auge in sehr heller Umgebung an das helle Umgebungslicht angepasst und man dann in den Sucher blickt, sieht man im ersten Augenblick wenig. Es ist wie eine Autofahrt in einen Tunnel. Umgekehrt profitiert man in dunkler Umgebung, wo mit Digitalkameras mehr als von blossem Auge zu sehen ist.

Darüber hinaus bieten elektronische Sucher ja generell viele Vorteile. Man sieht die Wirkung von Einstellungen wie Belichtung, Weissabgleich, Bildstile und -effekte sowie vieles mehr in einer Art Vorschau. Auch Bildbeurteilung und Menüeinstellungen sind möglich, wie mit dem rückseitigen Bildschirm, nur dass dabei gleissendes Umgebungslicht nicht stört und niemand über die Schulter des Fotografen mitschauen kann. Bei der A77V lässt sich der Monitor auf der Rückseite hoch und runter klappen, aber auch drehen. Im Gegensatz zu anderen Sony-Kameras sind durch die Drehmöglichkeit auch Hochformataufnahmen mit ausgeklapptem LCD möglich.Bei der neuen A77V wurde der nach unten ausklappbare LCD besser realisiert und die bisherigen Einschränkungen (wie bei A55 oder der A65) fallen weg. Das LCD der A77 besitzt nämlich zwei Scharniere und ein Drehgelenk (u.a. für Hochformatpositionen). Mit den zwei Scharnieren lässt sich das LCD genügend weit nach hinten ziehen und sogar oberhalb der Kamera – auch mit Bildseite in Richtung des Aufnahmeobjekts (Selbstporträts) – platzieren.

Bei der „alten" A55V konnte nur mit einem Scharnier nach unten gedreht werden. Persönlich war dies eine untaugliche Lösung. Ist die alte A55-Kamera auf einem Stativ mit grösserem Kopf oder Schnellwechselplatte montiert, lässt er sich nicht ausklappen. Mankann die Kamera also nicht mit ausgeklapptem LCD rasch für eine abgestützte Aufnahme hinstellen. Auch auf Stativ sind kontrollierte (Gruppen-)Selbstporträts so nicht möglich, denn dem Blick von vorne auf den LCD steht der Stativkopf im Weg. Bei der A77V wurde jedoch die LCD-Aufhängung so geschickt gelöst, dass jede erdenkliche Position möglich ist.

Linkes Bild: Kontrollierte Selbstporträts und Videopodcasts sind mit dem nach vorn ausrichtbaren LCD auch ab Stativ oder Tischplatte möglich. Der LCD blickt oberhalb der Kamera nach vorne. (Bei der A55 stand der LCD unten hervor, so dass die Kamera mit ausgeklpptem LCD weder hingestellt, noch auf einem Stativ genutzt werden konnte.) An der A/7 lässt sich der LCD auch für Hochformataufnahmen positionieren, um über Hindernisse (mittleres Bild) oder aus der Bauch-/Froschperspektive zu fotografieren. Die A77 bietet (wie alle neueren Fotoapparate von Sony) eine Schwenkpanoramafunktion, wie sie mit der Sony Cyber-shot HX-1 Bridge-Kamera eingeführt wurde. Die Panoramaufnahmefunktion kann auch für 3D-Fotos verwendet werden, wodurch zwei Stereopanoramabilder in einem MPO-Dateicontainer ablegt werden.

Für Panoramenwird die Kamera nach vorheriger Einstellung entweder quer (z.B. von links nach rechts) oder vertikal geschwenkt. Es ist eine Funktion, die Spass macht, kann man doch auf die zeitraubende Auseinandersetzung mit Nodalpunkt, Panoramakopf und Stitching-Software verzichten und einfach locker aus der Hand ein Breitbild schiessen. Hält man die Kamera zwischendurch schräg, ist man zu schnell oder zu langsam, dann wird die Aufnahme entweder frühzeitig ohne Bild abgebrochen, oder es wird ein Bild mit schwarzem Balken erstellt.Panoramabilder des Olympia-Stadions in Athen (erstellt mit der A77V): Der schwarze Balken am rechten Rand des unteren Bildes entstand durch automatischen Abbruch der Bilderzeugung, weil die Kamera zum Schluss nicht mehr ordnungsgemäss geschwenkt wurde.Hier zwei gelungene Beispiele, die ich kürzlich mit der NEX-5 schoss. Bei der zweiten Aufnahme wurde die Kamera in einer Wellenbewegung geführt.

Posted by: retrouve3 at 05:38 AM | No Comments | Add Comment
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